Ford Taunus P3



Die deutschen Ford Modelle der 50er und 60er Jahre folgten zwar verschiedenen stilistischen Einflüssen, besassen auch verschiedene Antriebskonzepte, aber eines hatten sie fast alle gemeinsam: Sie bekamen Übernamen verpasst. Vom Weltkugel-Taunus über den Streifentaunus bis hin zur Badewanne. Und die Badewanne, die eigentlich ein Taunus 17m P3 wäre, die feiert dieses Jahr den 50sten Geburtstag.

Das «P» in P3 steht übrigens für Projekt, das heisst, der P3 ist der dritte in Deutschland konzipierte Ford nach dem Ende des zweiten Weltkriegs. Das «m» in «17m» steht ganz einfach für «Meisterstück». Die Zahl 17 steht eigentlich für den Hubraum, den P3 gab es aber nicht nur als 1700er, sondern auch als 1500 oder 1750 Kubik. Ford pries den neuen Wagen mit dem Slogan «Linie der Vernunft» an. Damit lobten die Werber die neuartige Form, die im Gegensatz zu seinem Vorgänger P2 auf Heckflossen und üppigen Chromschmuck verzichtete. Die Designer hatten stattdessen auf Stromlinie gesetzt, der geringere Luftwiderstand machte das Auto zusammen mit der leichten Karosserie schneller und sparsamer.

Die etwas eigenwillige Form trug aber eben dem 17m auch den Spitznamen ein. Die «Badewanne» wurde als 2- oder 4-türige Limousine sowie als «Turnier» genannter Kombi verkauft, und dies recht erfolgreich: knapp 670'000 Stück wurden gefertigt. 1964 war Schluss, Nachfolger wurde der P5.


Text: Mark Siegenthaler

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